neurochirurgie regensburg landkreis
prof.dr.med.chris woertgen

neurochirurgie landkreis regensburg
prof. dr. med. chris woertgen

ihr wirbelsäulenspezialist

Übersicht der operativen Leistungen:

Bandscheibenvorfälle,

Spinalkanalstenose, Einengung des Rückenmarkkanals,

Wirbelgleiten, Instabilität der Wirbelsäule



Bevor ich zu einer operativen Behandlung rate, sollte die konservative Therapie vollends ausgereizt sein. Dies kann ambulant im Rahmen der Praxis in Regenstauf sowie im Candis Ärztehaus in Regensburg erfolgen. In der Asklepios Klinik Burglengenfeld führe ich in der Abteilung für Unfallchirurgie/Orthopädie  stationäre/konservative und operative Eingriffe durch. Stationär arbeite ich eng mit der Physiotherapie des Krankenhauses zusammen. Im ambulanten und stationären Rahmen führe ich Injektionstherapien wie Facetten- und Wurzelblockaden durch. Schwierige Fälle werden auch fachübergreifend orthopädisch-neurochirurgisch besprochen und therapiert, sodass ich dem Patienten ein sehr breites interdisziplinäres Behandlungsspektrum anbieten kann. Nach operativen Eingriffen kann die Nachbehandlung in einer Rehaklinik, z.B. in Bad Abbach, erfolgen. Eine kontinuierliche Nachbetreuung durch mich ist während und nach der Kurmaßnahme gewährleistet.


Wie ich operiere:

 

Grundsätzlich wähle ich das sicherste und schonendste Verfahren zur Behandlung. Alle Engriffe werden unter mikrochirurgischen Bedingungen, d. h. mithilfe des Operationsmikroskops, durchgeführt. Diese Verfahren bieten meinen Patienten die größtmögliche Sicherheit und Erfolg. Jeder Patient, bei dem eine operative Behandlung ansteht, wird persönlich von mir gesehen, beraten, operiert und während der gesamten Nachbehandlung weiterbetreut. Durch diese umfangreiche Betreuung haben meine Patienten immer einen kompetenten Ansprechpartner, der sie durch die Behandlung begleitet.

 

An der Asklepios Klinik im Städtedreieck Burglengenfeld kann ich alle gängigen Operationen im Bereich der gesamten Wirbelsäule zur Behandlung von Bandscheibenvorfällen, Wirbelkanalverengungen, Instabilitäten, Tumoren und Entzündungen durchführen. Der besondere Schwerpunkt liegt hierbei auf den minimalinvasiven, perkutanen Verfahren, die es erlauben, über sehr kleine Hautschnitte auch komplexe Eingriffe durchzuführen. Hierzu stehen zwei Röntgen-Bögen zur biplanaren und radiologischen Durchleuchtung zur Verfügung. Dies bietet intraoperativ eine hohe Sicherheit und Genauigkeit. Neben den klassischen Verfahren werden auch bei entsprechender Krankheit und Befund modernere Techniken wie Bandscheibenprothesen an der Halswirbelsäule und sog. dynamische Stabilisierungsverfahren an der Lendenwirbelsäule sowie Kyphoplastien eingesetzt.

 

Zugang zur Lendenwirbelsäule vom Rücken her

Für den Zugangsweg wird immer der Krankheit entsprechend der Kleinstmögliche gewählt. In der Regel handelt es sich dabei um einen Rückenmittellinienschnitt von 2-3 cm. Soweit möglich, wird die Muskulatur nur zur Seite gedrängt und nicht vom Knochen abgetrennt, um zur Wirbelsäule zu gelangen. Später wird ein Mikrosperrer eingelegt, das Operationsmikroskop eingeschwenkt und der Bereich zwischen den Bögen, das sog. gelbe Band, eröffnet. Knochen wird nur soweit wie unbedingt nötig entfernt, um nicht die Stabilität zu gefährden. Bei gedeckten oder freien Bandscheibenvorfällen wird lediglich der vorgefallene Anteil entfernt. Auf eine Ausräumung des Zwischenwirbelraumes wird generell verzichtet. Handelt es sich um eine Wirbelkanalverengung wird der Kanal soweit vom einengenden Material befreit, bis die Nerven ausreichend Platz haben. Am Ende der Operation erfolgen dann eine sorgfältige Blutstillung, die Einlage einer Drainage und der Wundverschluss.

 

Bei sog. offenen Stabilisierungen ist der Zugangsweg größer, sodass mehr Muskelgewebe von der Wirbelsäule abgeschoben werden muss. Wenn es möglich ist, wird aus diesem Grund eher ein minimalinvasiver Zugang gewählt, bei dem durch einen 3-4 cm langen Schnitt mithilfe eines Röhrensystems der Zugangsweg geschaffen wird. Der Vorteil liegt darin, dass die Nerven- und Blutversorgung der Muskulatur nicht beeinträchtigt wird. Über diese Röhre wird anschließend unter mikroskopischer Sicht die erkrankte Nervenwurzel entlastet, die Bandscheibe aufgesucht und ausgeräumt. Ein Abstützblock, der mit Knochenmaterial vom Zugangsweg gefüllt ist, wird in das Bandscheibenfach eingelegt.  Die Röhre wird entfernt. Über diesen und über zwei weitere kleine Haut-schnitte auf der Gegenseite, wird das Schraubenstabsystem eingelegt. Es handelt sich hierbei um ein kanüliertes System, bei dem die Schrauben über eingebrachte Drähte in die Wirbelkörper eingesetzt werden. Dieses percutane Verfahren kann auch über mehrere Segmente durchgeführt werden.

 

Zugangsweg zur Halswirbelsäule vom Rücken her

Der Zugang zum Halswirbel entspricht im Prinzip dem der Lendenwirbelsäule. Liegt an der Halswirbelsäule eine langstreckige Verengung vor, ist es notwendig, dass der Rückenmarkssack über mehrere Höhen freigelegt werden muss, um die Funktion des Rückenmarks zu erhalten. Hierbei werden mehrere Wirbelbögen entfernt . In der Regel muss die Halswirbelsäule dann auch stabilisiert werden.

 

Zugangsweg zur Halswirbelsäule von vorne

Über einen queren Hautschnitt erfolgt die Eröffnung des Fächermuskels. Danach wird mittels stumpfer Präparation die Halswirbelsäule freigelegt. Einbringen eines Wirbelkörperspreizers mit Ausräumung der Bandscheibe und des Vorfalles, bzw. der Knochenkanten an der Hinterseite des Wirbelkörpers, unter mikroskopischer Sicht. Anschließend wird ein Abstützblock oder eine Bandscheibenprothese in den Zwischenwirbelraum eingelegt. Wird das Nervenaustrittsloch nur von vorne erweitert, die sog. Uncoforaminotomie, muss kein Abstandshalter in das Zwischenwirbelfach eingelegt werden. Bei dieser Operation bleibt die Beweglichkeit der Wirbelsäule voll erhalten. Abschließend erfolgen die Einlage einer Drainage und der Wundverschluss.


Therapie von Wirbelkörperbrüchen

Wirbelkörperbrüche können sowohl konservativ als auch operativ behandelt werden. Je nach Ausmaß des Bruches und der vorhandenen Beschwerden wird individuell entschieden, ob eine Operation zu umgehen oder vielleicht sogar zwingend notwendig ist.

Wirbelkörperbrüche werden häufig durch sog. minimalinvasive Verfahren operativ behandelt. Hierbei wird über dünne Nadeln Zement in die Wirbelkörper eingebracht, diese aufgerichtet und stabilisiert (Kyphoplastie). Dieses Verfahren wird frühzeitig bei sehr starken Schmerzen oder nach erfolgloser konservativer Behandlung durchgeführt. Bei sog. instabilen Brüchen muss eine Operation erfolgen, da die Stabilität der Wirbelsäule stark beeinträchtigt ist und evtl. neurologische Ausfälle drohen. Solch eine zusätzliche Stabilisierung mit Schrauben und Verbindungsbolzen (Fixateure interne) kann ebenfalls minimalinvasiv über kleine Schnitte an die Wirbelsäule eingebracht werden.